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Zweiter Teil des Vortragsabends "Sommer, Sonne und Haut"

Sommer, Sonne und unsere Haut


(kob). Die angenehme Zeit unbedenklichen Sonnenbadens messen die Experten nicht in Stunden, sondern in Minuten. Schon ein Viertelstündchen zu viel Sonne kann erste Schäden anrichten. Andererseits geht die normale Alterung der Haut mit Verlust der Glätte und Ebenmäßigkeit, mit Falten und Flecken aller Art, bleibenden Druckstellen und Rötungen und sonstigen, meist erhabenen Fehlbildungen im Lauf der Lebensjahrzehnte vor sich. Es war nun beeindruckend, im Rahmen des Vortragsabends die Veränderung eines Frauenantlitzes über mehrere De- kaden sozusagen im Zeitraffertempo zu beobachten. Die sich ergebenden veränderten Hautbilder sind ein uns völlig vertrautes Phänomen, gleichwohl lassen sich die damit verbundenen Signale eines Schönheitsverlusts nicht verleugnen. Nur allzu verständlich ist da der Wunsch vieler Menschen, die Zeit der Hautalterung ein wenig anzuhalten und unangenehme Störungen der ehemals glatten Hautoberfläche loszuwerden. Der 2. Referent des Vortragsabends vom der Volksbank war Herr Dr. Joachim Beck. Er ist Mitbegründer eines Arztenetzes, welches sich mit unserer Haut und deren therapeutischer Behandlung befaßt. Einleitend berichtete er, dass die Zellen der alternden Haut leider enger zusammenrücken. Dadurch schrumpft sie in ihrer Stärke. Auch wird sie trockener und verliert an Elastizität und Spannkraft. Auch Umwelteinflüsse, wie Licht, Rauchen und sonstige Beanspruchungen bewirken, dass der Hyaluronsäuregehalt der Haut und ihre Fähigkeit zur Wasserspeicherung abnehmen. Also haben wir so etwa ab 30 Jahren die ersten kleinen Fältchen, ab 40 Jahren werden sie stärker mit 50 Jahren zeigt unser Gesicht schon ein ausgeprägtes

Faltenmuster, Lichtflecke, Altersflecke kommen hinzu. Spätestens jetzt regen sich erste Korrekturwünsche bei den Betroffenen und es gibt unzählig viele Möglichkeiten, aber auch Grenzen der Behandlung solcher Phänomene. Bei Menschen im hohen Alter können sie besonders ausgeprägt sein und werden meist schicksalsergeben hingenommen. Eine der modernsten Therapien für die Haut, die nun angeboten werden, ist die Lasertherapie. Sie ist jedoch nicht ungefährlich und setzt eingehende Beratungsgespräche voraus. Auch scheint esso zu sein, dass man für all die möglichen Phänomene, wie eingewachsene Nägel, Warzen, veränderte Talgdrüsen, Sogenannte Besenreiser und Blutschwämmchen jeweils eine andere Apparatur bzw. Laserart benötigt, weil die herkömmlichen Laser nur eine einzige Wellenlänge erzeugen können. Immerhin kann man aber mit der IPL-Technologie heute Unregelmäßigkeiten in der Pigmentierung und Abzeichnungen von Geffisern. Die Anschaffung von Lasergeräten kostet den Arzt Unsummen. Die Laserbehandlung ist nicht billig. Eine weitere Möglichkeit ist die Einspritzung von Butolin-Toxin. (DieAmerikaner geben dafür jährlich 300 Millionen Dollar aus.) Durch die muskellähmende Wirkung dieses aus der biologischen Waffenproduktion stammenden Giftes ebnen sich die Gesichtszüge. Auch die Erfolge einer Laser- Behandlung sind beeindruckend, halten aber nur 5-8 Jahre vor. Es werden mit ihr zwar nicht alle störenden Phänomene beseitigt, aber es genügt schon, wenn ein Teil der ur sprünglichen Anmut und Ebenmäßigkeit der Gesichtszüge wieder hergestellt ist, d. h. es schaut einem ein heiterer und ausgegliche

ner wirkender Mensch entgegen als der vor der Behandlung abgebildete. Voraussetzung einer jeden Laserbehandlung ist eine genaue Hautdiagnostik, bei der ein Dermogenius Früherkennungsgerät eingesetzt werden kann: Es vergleicht das vorgefundene Haut bild mit allen Arten von im Komputer gespeicherten Bildern krankhafter Veränderungen. Bei Verdacht auf Krebs ist die nächste Station die Hautklinik. Die 3. Referentin, Helga Schaefer, befasste sich mit dem Thema "Medizinische Kosmetik". Neben ausrei chendem Sonnenschutz fordert sie auch eine gesunde Ernährung, das heißt reichlich Obst und Gemüse, Verzicht auf Fast-Food und Gefrorenes zugunsten vitaminreicher Kost. Auch gibt es einige äußerlich anzuwendende kosmetisch wirksame Substanzen aus dem Nahrungsmittel- und Heilkräuterbereich, wie Aloe, Ringeiblume oder Patschuli, dazu hormonhaltige Cremes und AHA-Glykolsäure. Sie bietet also Patientinnen, die sich vor der Laserbehandlung scheuen, nichtinvasive Therapien an, d. h. solche, die keine Haut schichten abtragen, nämlich den Ultraschall, die Fruchtsäure, die Elektroakupunktur und die Faltenspritzung. Diese Behandlung läuft im Wesentlichen auf eine Art Fitnesstraining für die Haut hinaus. Wie schätzenwert ist es doch, dass sich unsere Haut so bereitwillig kühlen oder warmrubbeln bzw. schön eincremen läßt. Wollten wir dagegen unsere Denkmaschine, das Gehirn, oder die schmerzen den Kniegelenke einölen, ginge das nicht so einfach vonstatten.

Hier gehts zum ersten Teil

Quelle: WIEWO 28/2003

 
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